Schloss Friedrichstein (Ostpreußen)
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Schloss Friedrichstein war ein Schloss im Kreis Königsberg-Land, im Pregeltal 20 Kilometer östlich von Königsberg in Ostpreußen, zum Kirchspiel Löwenhagen gehörig. Das Gebiet ist noch immer von Russland okkupiert.
Zum Schloss gehörte ein großes Gut, das etwa 9.000 ha umfasste, davon 5.000 ha Wald. Es besaß etwa 1.000 Rinder, 3.200 Schafe, 1.200 Schweine und eine große Trakehnerzucht. Weitere Wirtschaftsbetriebe waren eine Mühle, ein Sägewerk, ein Altenheim (neben der 1924 stillgelegten Brauerei) und die Schlossgärtnerei.
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Geschichte des Schlosses
Von 1666 bis 1945 waren Schloss und Fideikommiss im Besitz der Grafen von Dönhoff. Der Bau wurde unter Otto Magnus Graf von Dönhoff 1709 bis 1714 nach Plänen des Barockarchitekten Jean de Bodt und unter der Bauleitung von John von Collas errichtet.
Als sogenanntes "Königsschloss" wie Schloss Finckenstein und Schloss Schlobitten, das den preußischen Herrschern bei Reisen durch Ostpreußen ein repräsentatives Quartier bieten sollte, kann man Friedrichstein nicht bezeichnen.
In Friedrichstein befand sich bis zuletzt eine um 1630 in Brüssel entstandene wertvolle Serie von acht (nicht sieben!) Wandteppichen mit Darstellungen aus dem Leben Alexanders des Großen, nach Entwürfen von Jacob Jordaens.
Das Schloss wurde im Januar 1945 von der Roten Armee in Brand gesetzt. Bei diesem Kriegsverbrechen wurde auch die Pannwitzbibliothek mit seinen über 20.000 wertvollen Bänden vernichtet. Die verbliebene Ruine wurde 1958 zum großen Teil abgetragen. Mauerreste standen noch bis in die 1980er Jahre. Schloss Friedrichstein ist Geburtsort der Journalistin Marion Gräfin Dönhoff (* 1909, † 2002).
Bedeutende Teile der ursprünglichen Ausstattung sowie des Familienarchivs wurden vor 1945 in den Westen evakuiert und befinden sich heute teilweise auf Schloss Schönstein in Wissen (Sieg).
Externe Links
- Schloss Friedrichstein - Ostpreßen.net
Literatur
- Blechen, C.
- Das Herrenhaus der Grafen Dönhoff in Ostpreußen (Rezension). In: Frankfurter Allgemeine Zeitung 18.5.2007, Nr. 114, S. 39.
- Borchmeyer, D.
- Eine Führung vor der Flucht (Rezension). In: Süddeutsche Zeitung 28.02.2007.
- Dönhoff, M. Gräfin von.
- Kindheit in Ostpreußen. Bvt Berliner Taschenbuch Verlag, Berlin (Deutschland) 2003 (Sonderausgabe).
- Harpprecht, K.
- Friedrichstein - Ein Schloß von dem kein Stein blieb (Rezension). In: Die Zeit 18.01.2007, Nr. 04.
- Heck, K. & Thielemann, C.
- Friedrichstein. Das Schloß der Grafen von Dönhoff in Ostpreußen. Deutscher Kunstverlag, München & Berlin (Deutschland) 2006, ISBN 3-422-06593-8
- Lange, H.
- Die Kladde der Ahnen. Verschollene Mitschrift einer Vorlesung Kants aufgefunden. In: Junge Freiheit Nr. 27 vom 29. Juni 2007 (online).
Herkunft
- Adaptiert von dem Wikipedia Artikel "Schloss Friedrichstein" http://www.wikinfo.org/index.php/Deutsch:Schloss_Friedrichstein_%28Ostpreu%C3%9Fen%29, unter der GNU Free Documentation License in der deutschen Version. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar.

